für die Nutzung der Software RepairCockpit · Stand: 2. September 2026
§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software „RepairCockpit“ (nachfolgend „Software“) zwischen HeimdallMedia Werbeagentur, Inhaber Christos Mourdikoudis,
Mittelstr. 19, 58553 Halver (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden.
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen.
Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen; mit der Registrierung bestätigt der Kunde, dass er die Software für seine gewerbliche oder selbständige berufliche
Tätigkeit nutzt.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der
Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Software als Cloud-Dienst („Software as a
Service“) über das Internet zur Verfügung. Der Funktionsumfang ergibt sich aus dem beim
Vertragsschluss gewählten Tarif; die jeweils enthaltenen Module sind auf der Preisseite und in der Anwendung unter „Abo & Tarif“ beschrieben.
(2) Die Daten jedes Kunden werden in einer eigenen, logisch getrennten Datenbank auf
Servern in Deutschland gespeichert.
(3) Der Anbieter darf die Software weiterentwickeln und verändern, solange der vertragswesentliche Funktionsumfang des gebuchten Tarifs erhalten bleibt. Reine
Erweiterungen können als zusätzliche, gesondert buchbare Module angeboten werden.
(4) Der Quellcode ist nicht Vertragsgegenstand; der Kunde erhält keine Rechte an der
Software über das vertragliche Nutzungsrecht hinaus.
§ 3 Testphase und Vertragsschluss
(1) Mit der Registrierung beginnt eine kostenlose Testphase von 30 Tagen mit vollem
Funktionsumfang. Sie endet automatisch und verlängert sich nicht; Zahlungsdaten sind für die Testphase nicht erforderlich.
(2) Ein entgeltlicher Vertrag kommt erst zustande, wenn der Kunde einen Tarif bestellt und der Anbieter die Bestellung bestätigt. Nach Ablauf der Testphase ohne Tarifwahl wird der Zugang in einen Lesemodus versetzt; § 10 Abs. 3 (Datenexport) bleibt unberührt.
§ 4 Preise, Zahlung, Zahlungsverzug
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Preisseite ausgewiesenen
Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Bei Wahl der jährlichen Zahlweise werden zwölf Monate im Voraus berechnet; hierauf gewährt der Anbieter den auf der
Preisseite ausgewiesenen Nachlass.
(3) Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt. Die Zahlung erfolgt per
SEPA-Lastschrift (das Einzugsdatum wird auf der Rechnung angekündigt) oder per
Überweisung mit einem Zahlungsziel von 14 Tagen ab Rechnungsdatum.
(4) Schlägt eine SEPA-Lastschrift aus Gründen fehl, die der Kunde zu vertreten hat (insbesondere fehlende Kontodeckung, Widerspruch gegen eine berechtigte Lastschrift oder unrichtige Kontodaten), berechnet der Anbieter eine Rücklastschriftpauschale von
5,00 € je fehlgeschlagener Lastschrift zuzüglich der ihm von seiner Bank tatsächlich in
Rechnung gestellten Rücklastschriftgebühren. Die Pauschale wird mit der nächsten Rechnung abgerechnet. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Aufwand entstanden ist. Der offene Rechnungsbetrag ist in diesem Fall per Überweisung auszugleichen.
(5) Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter nach erfolgloser Erinnerung mit angemessener
Nachfrist den Zugang bis zum Ausgleich der offenen Forderungen sperren. Die Pflicht zur
Zahlung der Vergütung sowie gesetzliche Verzugsfolgen bleiben von der Sperre unberührt; der Datenexport nach § 10 Abs. 3 bleibt möglich.
(6) Preisänderungen für laufende Verträge kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen im Voraus in Textform an. Der Kunde kann zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens außerordentlich kündigen; hierauf wird in der Ankündigung hingewiesen.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
(1) Verträge mit monatlicher Zahlweise laufen auf unbestimmte Zeit und sind von beiden
Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des Abrechnungsmonats kündbar.
(2) Verträge mit jährlicher Zahlweise laufen bis zum Ende des im Voraus bezahlten
Zeitraums und sind mit einer Frist von einem Monat zu dessen Ende kündbar; andernfalls setzen sie sich um jeweils zwölf Monate fort.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(4) Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail genügt) oder erfolgt über die dafür vorgesehene Funktion in der Anwendung.
§ 6 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Software von 99 % im
Jahresmittel an. Hiervon ausgenommen sind Zeiten, in denen die Software aufgrund von angekündigten Wartungsarbeiten, höherer Gewalt, Angriffen Dritter oder Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (z. B. Netz- oder
Rechenzentrumsstörungen) nicht erreichbar ist.
(2) Geplante Wartungsarbeiten kündigt der Anbieter in der Regel mindestens 48 Stunden im Voraus in der Anwendung an und führt sie nach Möglichkeit außerhalb üblicher
Geschäftszeiten durch.
(3) Der Anbieter erstellt täglich Sicherungskopien aller Kundendatenbanken und bewahrt diese mindestens 14 Tage auf.
§ 7 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und sorgt dafür, dass nur berechtigte
Personen Zugriff erhalten. Er informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht auf
Missbrauch. Für jeden Mitarbeiter ist ein eigener Zugang zu verwenden.
(2) Der Kunde nutzt die Software ausschließlich im Rahmen der geltenden Gesetze, insbesondere des Datenschutz-, Wettbewerbs- und Steuerrechts, und stellt keine rechtswidrigen Inhalte ein.
(3) Der Kunde ist für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der von ihm erfassten Daten verantwortlich, insbesondere für die Daten seiner eigenen Kunden.
(4) Handlungen, die den Betrieb der Software gefährden (z. B. Umgehung von
Zugriffsbeschränkungen, automatisiertes Massenauslesen außerhalb der dokumentierten
Schnittstellen, Lasttests ohne Absprache), sind untersagt.
§ 8 Steuerliche Pflichten des Kunden, Kassenfunktion
(1) Die Software unterstützt den Kunden bei kaufmännischen Abläufen (u. a.
Rechnungsstellung, Kassenfunktion, Exporte für die Buchhaltung). Die Verantwortung für die Erfüllung seiner steuer- und handelsrechtlichen Pflichten — insbesondere
Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten sowie die Pflichten aus § 146a AO (Kassensicherungsverordnung) einschließlich des Einsatzes einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE), sofern für seine Kassenführung erforderlich
— verbleibt beim Kunden.
(2) Der Kunde klärt in Zweifelsfragen mit seinem Steuerberater, welche Anforderungen für seinen Betrieb gelten. Die Software ersetzt keine steuerliche Beratung.
§ 9 Leistungen Dritter
(1) Die Software kann auf Wunsch des Kunden mit Diensten Dritter verbunden werden (z. B. Versanddienstleister, Zahlungsdienstleister, Teilelieferanten,
Buchhaltungsdienste). Vertragspartner des Kunden für diese Dienste ist ausschließlich der jeweilige Dritte; dessen Bedingungen und Preise gelten unmittelbar zwischen dem
Kunden und dem Dritten.
(2) Für Störungen, die ihre Ursache im Dienst eines Dritten haben, übernimmt der
Anbieter keine Verantwortung; er wird zumutbare Hinweise zur Eingrenzung geben.
§ 10 Datenschutz, Datenherausgabe, Löschung
(1) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten verarbeitet, die der Kunde in der
Software erfasst, geschieht dies im Auftrag des Kunden. Die Parteien schließen hierzu einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO; Einzelheiten regelt die
Datenschutzerklärung.
(2) Die Verarbeitung erfolgt auf Servern in Deutschland.
(3) Der Kunde kann seine Daten jederzeit — auch nach Vertragsende und auch im
Lesemodus — über die vorgesehenen Exportfunktionen (u. a. Rechnungen und
Kassenberichte als PDF, Buchungsdaten als DATEV-Datei) herausverlangen.
(4) 90 Tage nach Vertragsende löscht der Anbieter die Kundendatenbank, sofern der
Kunde nicht vorher die Löschung verlangt und soweit keine gesetzlichen
Aufbewahrungspflichten des Anbieters entgegenstehen. Auf Wunsch bestätigt der Anbieter die Löschung in Textform.
§ 11 Gewährleistung
(1) Es gilt das gesetzliche Mängelrecht des Mietrechts mit folgender Maßgabe: die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für bereits bei Vertragsschluss vorhandene
Mängel (§ 536a Abs. 1 BGB) ist ausgeschlossen; der Anbieter haftet insoweit nur bei Verschulden.
(2) Der Kunde zeigt Mängel unverzüglich und so konkret wie möglich an (Fehlerbild, Zeitpunkt, betroffener Bereich), damit der Anbieter sie beheben kann.
§ 12 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für
Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem
Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße
Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf), der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, insgesamt höchstens auf die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlte Vergütung.
(3) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter im Rahmen der Absätze 1 und 2 nur in dem Umfang, in dem der Schaden auch bei ordnungsgemäßer eigener
Datensicherung des Kunden bzw. unter Berücksichtigung der Sicherungen nach § 6
Abs. 3 entstanden wäre.
(4) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.
§ 13 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die
Änderung unter Berücksichtigung der Interessen beider Parteien zumutbar ist (z. B. wegen Gesetzesänderungen, neuer Funktionen oder Änderungen der technischen Umgebung).
(2) Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform oder in der Anwendung angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der Frist oder nutzt er die Software danach weiter, gelten die geänderten AGB; auf diese Folge wird in der
Ankündigung gesondert hingewiesen. Widerspricht der Kunde, kann jede Partei den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des
UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des
Anbieters.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die
Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Fragen zu diesen Bedingungen: info@repaircockpit.de
Stand: 02.09.2026